{"id":1475,"date":"2014-08-06T14:50:29","date_gmt":"2014-08-06T13:50:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freieradikale-hannover.de\/?p=1475"},"modified":"2018-06-05T12:36:48","modified_gmt":"2018-06-05T11:36:48","slug":"tour-transalp-2014-als-frauenteam-von-mittenwald-nach-arco","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freieradikale-hannover.de\/?p=1475","title":{"rendered":"Tour Transalp 2014 &#8211; als Frauenteam von Mittenwald nach Arco"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Im Trainingslager 2013 auf Mallorca war die Idee geboren.<\/strong><\/em> Und sie lie\u00df uns nicht mehr los. Wollten eigentlich urspr\u00fcnglich Matthias und Manni als ziemlich homogene Bergfahrer die Herausforderung annehmen, entdeckten Carmen und ich, dass wir an l\u00e4ngeren Anstiegen ebenfalls recht homogen fahren.<br \/>\nAuch trauten wir uns zu sieben anstrengende Etappen und Tage, an denen sicher auch manchmal die Nerven (und die Muskeln) \u201eblank\u201c liegen, gemeinsam zu schaffen und uns gegenseitig motivieren zu k\u00f6nnen. Also sollte es eigentlich zu viert losgehen, aber Mannis Knie lie\u00df den Start der M\u00e4nner nicht zu.<br \/>\nCarmen und ich ergatterten einen Startplatz und wagten uns an dieses gro\u00dfe Jedermannrennen ran. Im Vorfeld hatten wir uns einige Bergtrainingsrunden (wie z.B. zwei gemeinsame Tage im Harz, den Rh\u00f6n- Radmarathon als \u201eGeneralprobe\u201c) ausgesucht, damit wir gemeinsam H\u00f6henmeter trainieren konnten. Henry (Carmens Mann) wollte uns mit dem Wohnmobil begleiten, so dass uns unruhige N\u00e4chte im Camp erspart blieben.<a href=\"https:\/\/www.freieradikale-hannover.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/20x30-TTLD1971-Custom.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-large wp-image-1477\" src=\"https:\/\/www.freieradikale-hannover.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/20x30-TTLD1971-Custom-500x331.jpeg\" alt=\"20x30-TTLD1971 (Custom)\" width=\"500\" height=\"331\" srcset=\"https:\/\/www.freieradikale-hannover.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/20x30-TTLD1971-Custom-500x331.jpeg 500w, https:\/\/www.freieradikale-hannover.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/20x30-TTLD1971-Custom-300x198.jpeg 300w, https:\/\/www.freieradikale-hannover.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/20x30-TTLD1971-Custom.jpeg 512w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><em><strong>Mittenwald, Freitag 27. und 28.6.14:<\/strong><\/em><br \/>\nBereits am Freitag f\u00fcllt sich das kleine St\u00e4dtchen am Fu\u00dfe des Karwendels mit Rennradfahrern, die zum Gro\u00dfteil erschreckend durchtrainiert aussehen. Dieses Gef\u00fchl kenne ich. Bei jedem Rennen schleicht es sich vor dem Start an und ein: die sehen alle sooooo fit aus, schluck.<br \/>\nAm Samstag f\u00fcllt sich dann das St\u00e4dtchen zunehmend mit den leuchtend gr\u00fcnen Sporttaschen, die alle Starter bekommen. \u00dcberall sind Menschen mit diesen gro\u00dfen Taschen unterwegs. Wir fahren eine kleine Runde auf die erste Anh\u00f6he \u2013 die Buchener H\u00f6he bezeichnet sich tats\u00e4chlich als Pass- puh, die Beine funktionieren doch noch.<br \/>\nDas Wetter ist strahlend, aber f\u00fcr den kommenden Tag sieht die Wetterprognose tr\u00fcbe aus. Regen ist angesagt. Wir hoffen\u2026Und kommen auf der ersten Nudelparty schon mit netten Teams ins Gespr\u00e4ch. Unser Wohnmobil steht neben dem eines Rennradfahrers aus Rethem. Ob er wohl mal in Verden zum Training auftaucht?<\/p>\n<p><em><strong>Etappe 1, Mittenwald- S\u00f6lden, 115 km, 2470 hm \u00fcber die Buchener H\u00f6he und das K\u00fchtai (29.6.14<\/strong><\/em>)<br \/>\nNach einer sehr schlafreduzierten Nacht (wir sind mehr als aufgeregt) rollen wir im Regen zum Startplatz. Die Regenjacke und \u00dcberschuhe sind \u00fcbergezogen und wir haben uns f\u00fcr Beinlinge entschieden. Schon in der Ebene sind es morgens eher 12\u00b0. Wir fahren mit kleinem Rucksack, in dem Winterhandschuhe, Regenhose, M\u00fctze und langes Unterhemd sind. Am Startplatz stehen alle unter Vord\u00e4chern, haben die abenteuerlichsten Verkleidungen an, um trocken zu bleiben.<br \/>\nWir entscheiden uns doch die Regenhosen anzuziehen, egal wie es aussieht und dr\u00fccken uns hinten in den Startblock. Der Startschuss f\u00e4llt und als wir losrollen platscht der Regen so richtig los. Nach f\u00fcnf Minuten gibt es durchgehendes Feuchtklima, aber da es zun\u00e4chst ja eigentlich nur bergauf geht, wird uns zumindest nicht kalt.<br \/>\nDie Buchener H\u00f6he ist ja ein Kinderspiel, aber das K\u00fchtai h\u00e4ngt in den Wolken (gut- man sieht dann den kerzengeraden Anstieg nicht so), aber er ist mit zwei, drei fiesen Rampen bis zu 18% ein gemeines Biest. Meine abspringende Kette (nat\u00fcrlich am Steilst\u00fcck) macht auch keinen Spa\u00df und dass vor mir zwei auf den Viehrosten ausrutschen erh\u00f6ht die Vorsicht, aber nicht das Tempo.<br \/>\nOben wechseln wir dann unsere patschnassen Handschuhe, ziehen die M\u00fctzen \u00fcber. Das Unterhemd bleibt im Rucksack und dann geht es quasi auf der Bremse stehend, wahrscheinlich auch mit leichter Panik im Blick und klappernden Z\u00e4hnen (nein \u2013 wir sind kein Abfahrheldinnen, vor allem weil der erste Griff zur Bremse auf den nassen Felgen quasi null Erfolg zeigt und wir keinerlei Erfahrung mit richtigen Bergabfahrten im Regen haben).<\/p>\n<p>Richtig Spa\u00df hat der Zug gemacht, den wir am Schluss aufgemacht haben und wo wir doch noch so einige mitgenommen haben. Schlotternd standen wir dann am Ziel \u2013 von Henry (ebenfalls schon schlotternd) erwartet und freuten uns am Sigma- Caf\u00e9mobil (die beiden Jungs werden bei der Tour unsere liebste \u201eEinrichtung\u201c) und an der warmen Dusche auf dem Campingplatz.<\/p>\n<p><em><strong>Etappe 2, S\u00f6lden \u2013 Brixen, 123 km, 2923 hm, Timmelsjoch und Jaufenpass<\/strong><\/em><br \/>\nNachdem am Vorabend noch unklar war, ob die Etappe heute wegen des Wetters \u00fcberhaupt stattfinden kann, gab der Rennleiter nach fr\u00fchmorgendlicher Streckenkontrolle doch das Renne frei. Sp\u00e4ter erfuhren wir, dass morgens um sieben Uhr die Schneer\u00e4umfahrzeuge auf dem Gipfel den Schnee wegger\u00e4umt haben. Da die Wetterprognose unklar ist, sieht die Ausr\u00fcstung wider \u00e4hnlich aus wie am Vortag. Allerdings haben wir bei der Auffahrt nur sporadischen Nieselregen.<br \/>\nIch habe Carmen leider recht fr\u00fch bei der Auffahrt verloren und irgendwann kam ihr Anruf, dass sie eine Panne habe und es l\u00e4nger dauere. Ich solle fahren. Was ich nicht wusste, dass sie vom Mechaniker ein anderes Laufrad mit ung\u00fcnstigerer \u00dcbersetzung bekommen hatte, durch die Panne ganz nach hinten rausgefallen war und sich tierisch abarbeiten musste.<br \/>\nNachdem ich gef\u00fchlt ewig lange oben am Gipfel im Wind geschlottert hatte, hinterlie\u00df ich die Nachricht, dass ich unten auf sie warten w\u00fcrde und fuhr ab. Und kaum war ich einige hundert H\u00f6henmeter abgefahren kam die Sonne und ich pellte mich unten im strahlenden Sonnenschein aus den \u00fcberz\u00e4hligen Klamotten.<br \/>\nAn diesem Tag hatten wir eine Temperaturspanne von 3\u00b0 bis 30\u00b0. Der Jaufenpass zog sich \u2013 zwar supersch\u00f6n gleichm\u00e4\u00dfig zu fahren- dann doch ziemlich hin, daf\u00fcr gl\u00e4nzten wir dann f\u00fcr unsere Verh\u00e4ltnisse bei der Abfahrt. Was machte es Spa\u00df durch die Kurven zu flitzen. Aber die Panne, die langen Pausen und der taktisch schlechte Platz ganz hinten im Startblock sind nicht nachahmenswert. Entsch\u00e4digt wurden wir mit einem bombastischen Kn\u00f6delessen auf dem Marktplatz von Brixen, genialem Wetter und einem Platz am Fluss zum \u00dcbernachten.<a href=\"https:\/\/www.freieradikale-hannover.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/20x30-TTKD2086-Custom.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-large wp-image-1476\" src=\"https:\/\/www.freieradikale-hannover.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/20x30-TTKD2086-Custom-500x331.jpeg\" alt=\"20x30-TTKD2086 (Custom)\" width=\"500\" height=\"331\" srcset=\"https:\/\/www.freieradikale-hannover.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/20x30-TTKD2086-Custom-500x331.jpeg 500w, https:\/\/www.freieradikale-hannover.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/20x30-TTKD2086-Custom-300x198.jpeg 300w, https:\/\/www.freieradikale-hannover.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/20x30-TTKD2086-Custom.jpeg 512w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong><em>Etappe 3, Brixen &#8211; St. Vigil, 89 km, 2238 hm, Gr\u00f6dner Joch<\/em><\/strong><br \/>\nHeute stand die Kurz- oder \u201eErholungs\u201cetappe- auf dem Programm. Bei strahlendem Wetter (und ohne Rucksack und l\u00e4stige \u00fcberfl\u00fcssige Bekleidung) ging es los, wie es an den folgenden Tagen sich wiederholen sollte, im \u201eStau\u201c mit st\u00e4ndigem nerv\u00f6sem \u201estop and go\u201caus der Stadt heraus. Als es von der breiten Stra\u00dfe auf einen schmalen Weg mit durchg\u00e4ngig deutlich zweistelligen Prozentzahlen abgeht, schiebt der ganze Tross \u00fcber einige hundert Meter, da sich die Fahrerkolonne ordentlich zur\u00fcck staut. Mutma\u00dfungen \u00fcber Abkommen mit Pedalplattenherstellern werden laut, bevor wir uns wieder in den Sattel schwingen.<br \/>\nBereits vor dem Gr\u00f6dnerjoch gab es den ersten \u201eunechten\u201c Pass, der deutlich steiler ausfiel als der Pass selbst. Zum Gr\u00f6dnerjoch ging es bei strahlendem Sonnenschein nicht zu steil hoch. Insgesamt waren es 45 km Anstieg am St\u00fcck und beim Fahren ergaben sich zahlreiche Gespr\u00e4che. Das sah wahrscheinlich in den ersten Bl\u00f6cken anders aus.<\/p>\n<p>Obwohl diese Etappe ja eher kurz und leicht war, merkten wir heute doch ziemlich die Anstrengung vom Vortag, freuten uns aber, dass wir ab jetzt doch endlich ohne Rucksack w\u00fcrden fahren k\u00f6nnen. Au\u00dferdem hat sich unsere Wohnwagenroutine eingestellt- wir m\u00fcssen nicht mehr st\u00e4ndig etwas suchen, Abl\u00e4ufe und Pl\u00e4tze sind klar, die Aufregung legt sich etwas.<\/p>\n<p><em><strong>Etappe 4, St Vigil \u2013 Fiera di Primero, 155 km, 3490 hm, Furkelpass, Passo Cimabanche, Passo Giau, Forcella Aurine, Passo Cereda<\/strong><\/em><br \/>\nDie K\u00f6nigsetappe durch die Dolomiten mit einem Traumblick steht an. Doch der Wettergott meint es nicht gut mit uns. Bereits beim Fr\u00fchst\u00fcck ist der Himmel bedeckt und es f\u00e4ngt wieder leicht an zu regnen. Im letzten Moment entscheiden wir uns doch f\u00fcr Regenhosen und Rucks\u00e4cke mit Wechselkleidung und M\u00fctze. Die dicken Handschuhe sprengen neben den anderen Utensilien einfach das Fassungsverm\u00f6gen des Radtrikots. Da n\u00fctzt es auch nichts, dass wir aus \u00dcberzeugung die Herrentrikots mit drei Taschen (statt Damentrikots mit zwei Taschen) tragen.<\/p>\n<p>Uns wird aber sofort warm, da es quasi sofort fiese steil den Furkelpass hochgeht. Leider ist die Sch\u00f6nheit der Dolomiten nur sehr rudiment\u00e4r zu bewundern, da die Gipfel wolkenverhangen sind. Bei der Verpflegungsstelle auf dem Passo Giau, wo man auch den Motorradmarshalls die nassen und kalten Tage anmerkt, will einer der Radfahrer lauthals seinen Startplatz beim \u00d6tztaler verschenken. Wir greifen nicht zu\u2026und auch sonst keiner ;-).<\/p>\n<p>Dann geht es in die Abfahrt. Wir sind weiterhin sehr vorsichtig, aber die Panik des ersten Tages ist verschwunden. Vor Cortina d\u2019Ampezzo liegt ein Rennrad unter einem Wohnmobil, was alle sehr ruhig und nachdenklich macht. Sp\u00e4ter erfahren wir, dass der Fahrer mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen wurde und dann auch relativ rasch wieder ansprechbar war.<\/p>\n<p>Der Regen hat inzwischen aufgeh\u00f6rt, aber die letzten beiden Ansteige fordern noch mal derbe K\u00f6rner. Lustig ist, dass wir nun immer mehr Fahrer und Fahrerinnen kennen und mit ihnen beim Fahren ins Gespr\u00e4ch kommen. Die Leistungsniveaus sind etwa einsch\u00e4tzbar und es gibt \u201eTagesvergleiche\u201c. So gibt es z.B. unseren holl\u00e4ndischen Freund Dick und den Thedingh\u00e4user Tobias, dem wir bergauf davon fahren, der uns aber bergab wieder einholt, etliche andere M\u00e4nnerteams in den lustigsten Kombinationen und die Flandrischen Ladies, die in unserer Altersklasse mitspielen und echt z\u00e4he Haudegen und schon mehrfach dabei sind.<\/p>\n<p>Insgesamt gibt es im Feld der 1300 Teilnehmer 158 Frauen. 20 Frauenteams sind unterwegs und 118 Mixed-Teams, wobei hier die Frauen h\u00e4ufig von den M\u00e4nnern beim Anstieg geschoben werden, was Carmen innerlich zur Wei\u00dfglut bringt und uns beide entschieden feststellten l\u00e4sst, dass wir nicht geschoben werden wollen. Jeder H\u00f6henmeter ist selbst erarbeitet!<br \/>\nHeute ist mal dringend Radpflege angesagt und wir haben auch keine Lust auf die Nudelparty, wo immer die gleichen Teams in unterschiedlicher Reihenfolge auf der B\u00fchne stehen. So genie\u00dfen wir in der Sonne sitzend und Rad putzend die Pizza vor dem Wohnwagen, und freuen uns, dass alles sch\u00f6n ruhig und warm ist.<br \/>\n<em><strong>Etappe 5, Fiera di primero \u2013 Crespano del Grappa, 122km, 3164 hm, Passo Gobbera, Passo Brocon, Monte Grappa<\/strong><\/em><br \/>\nAb heute hat unsere Stunde geschlagen!! Die Sonne scheint, die Rucks\u00e4cke sind weg und unsere Beine kennen das ewige auf und ab. Die Gespr\u00e4che bei den Auffahrten werden immer lebhafter, allerdings merken wir zunehmend den Allerwertesten \u2013 der Magen mag die Isogetr\u00e4nke nicht mehr, aber wir kommen mit Melone, Bananen, Salzletten und Studentenfutter durch. Die Pausen werden rationeller, die Kultur bleibt dabei allerdings auf der Strecke, wie alle \u00fcbereinstimmend feststellen und wir f\u00fcrchten, dass wir nach der Tour erstmal wieder das Essen mit Messer und Gabel erlernen m\u00fcssen. Aber wir holen auf. Wollten wir zuerst vor allem heile durchkommen, kommt nun auch so etwas wie Ehrgeiz durch und wir dr\u00fccken etwas mehr aufs Tempo. Dabei erleben wir in manchen der anderen Teams nicht ganz so harmonische Szenen. Wir stellen mal wieder fest, dass wir viel Gl\u00fcck miteinander haben und uns das ganz entschieden weiterhilft. Die Abfahrt vom Monte Grappa ist ein Traum und wir lieben es immer mehr, die Serpentinen runter zu heizen, auch wenn wir von Temporekorden meilenweit entfernt sind.<\/p>\n<p><em><strong>Etappe 6, Crespano del Grappa \u2013 Rovereto, 142 km, 2907 hm, Foza (Asiago), Valico di Valbona, Passo Coe<\/strong><\/em><br \/>\nHeute gibt es erstmal eine 25 km lange Flachetappe zum Einstieg. Das ist nat\u00fcrlich was f\u00fcr uns winderprobte Flachlandtiroler! Wir rasen (na ja, am Anfang ist es wieder recht ruckelig, bis sich alles etwas beruhigt hat) mit Geschwindigkeiten wie bei norddeutschen Rennen dahin \u2013 und\u2026 der n\u00e4chste Anstieg kommt ganz sicher. Aber die Sonne scheint, es ist trocken, wir scheinen recht gut dazustehen bzw. zu fahren und kommen gemeinsam gut \u00fcber die Strecke.<br \/>\nDie konkurrierenden Damenteams teilweise nicht ganz so elegant (gut, die sahen die ersten Tage besser aus). Die Strecke scheint heute nicht besonders herausfordernd zu sein, aber nach 85 km kommt dann der lange Anstieg zum Valico de Valbona \u2013 nicht besonders steil, aber bei der W\u00e4rme sp\u00fcren wir pl\u00f6tzlich unsere Fu\u00dfsohlen.<\/p>\n<p>Die Abfahrt nach Rovereto ist der Wahnsinn und Henry hat f\u00fcr uns ein wundersch\u00f6nes Pl\u00e4tzchen am Fluss gefunden. Die Nudelparty fand im Innenhof eines riesigen alten Fabrikgeb\u00e4udes statt, was eine besondere Atmosph\u00e4re bot und eine prima Kulisse f\u00fcr die \u00dcbertragung des WM-Spiels bot. In dieser Nacht schlafen wir endlich hervorragend, kein Wunder bei der idyllischen Umgebung!!<\/p>\n<p><em><strong>Etappe 7, Rovereto \u2013 Arco; 77 km, 2074 hm, Brentonico, Monte Fa\u00e9, Santa Barbara<\/strong><\/em><br \/>\nDie letzte Etappe. Ein bisschen Wehmut macht sich breit aber auch die Freude, dass das Ziel nah ist und danach auch wieder ein bisschen erholsamer Schlaf und ein anderer Takt dran ist. Wir werden prompt auch morgens noch dazu interviewt.<\/p>\n<p>Eine kurze Etappe \u2013 scheinbar\u2026 aber wenn auf so wenigen Kilometern und 20 km Flachetappe zu Beginn doch noch \u00fcber 2000 hm stecken, kann es nicht so ganz gem\u00fctlich sein.<br \/>\nUnd tats\u00e4chlich: bereits beim ersten Anstieg gibt es eine ganz b\u00f6se Rampe, an der es gar nicht so leicht ist, in den Bergtritt zu kommen, aber das Beste kommt noch: der Monte Fa\u00e9 hat am oberen Ende \u00fcber eine Strecke von zwei km durchg\u00e4ngig 18%. Das Jaulen geht durch das Feld. Ein Scherzkeks z\u00e4hlt lauthals die km in 10er Schritten r\u00fcckw\u00e4rts- ein anderer fordert ihn vehement auf die Klappe zu halten.<br \/>\nAuch bei \u201e0\u201c zeigt der Steigungsmesser keine niedrigeren Prozentwerte und dem gut gemeinten \u201enoch eine Kurve\u201c einer Autofahrerin folgen noch zwei weitere. Nicht alle bleiben im Sattel, doch voller Stolz: geschafft- und das vor unseren \u201eKonkurrentinnen\u201c. Dagegen ist der Anstieg nach Santa Barbara ein Klacks und in der letzten Abfahrt \u00fcberrollen uns die Gl\u00fccksgef\u00fchle!!!! Im Ziel erwartet uns schon Henry und die Stimmung ist ph\u00e4nomenal.<br \/>\nUnd das Sch\u00f6nste: die Finishertrikots haben eine tolle Farbe: gr\u00fcn!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-large wp-image-1478\" src=\"https:\/\/www.freieradikale-hannover.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/IMG_0988-800x533-Custom-500x333.jpg\" alt=\"IMG_0988 (800x533) (Custom)\" width=\"500\" height=\"333\" srcset=\"https:\/\/www.freieradikale-hannover.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/IMG_0988-800x533-Custom-500x333.jpg 500w, https:\/\/www.freieradikale-hannover.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/IMG_0988-800x533-Custom-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.freieradikale-hannover.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/IMG_0988-800x533-Custom.jpg 512w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Trainingslager 2013 auf Mallorca war die Idee geboren. 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