{"id":713,"date":"2011-08-21T14:00:36","date_gmt":"2011-08-21T13:00:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freieradikale-hannover.de\/?p=713"},"modified":"2011-08-26T09:41:57","modified_gmt":"2011-08-26T08:41:57","slug":"rad-am-ring-24h-mit-dem-rr-solo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freieradikale-hannover.de\/?p=713","title":{"rendered":"Rad am Ring &#8211; 24h mit dem RR solo"},"content":{"rendered":"<p>Seit 2003 findet das 24h-Rennen f\u00fcr Radfahrer in der \u201eGr\u00fcnen H\u00f6lle&#8220; statt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sportograf.com\/gallery\/1217_110821_RAR_RR\/1217_MW1_00031.JPG\" alt=\"24hrrrr\" \/><br \/>\nMehr als 500 H\u00f6henmeter und rund 23 Kilometer hat eine Nordschleifenrunde zu bieten.<br \/>\n72 Kurvenpassagen und bis zu 17% Steigung hinterm Karussell l\u00e4sst die Muskeln brennen. Dort wo rund 3.000 Teilnehmer ihre Zelte aufschlagen, geht die Radrennstrecke mitten durch.<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sportograf.com\/gallery\/1217_110821_RAR_RR\/1217_MWLSN8_02324.JPG\" alt=\"ds\" \/><br \/>\nWenn sich die Sonne senkt und die h\u00fcgelige Eifel in sanftes Licht taucht, wenn hinter dem Abschnitt Pflanzgarten nur das sonores Surren der R\u00e4der die Stille bricht oder wenn man beim Bergab durch den Hatzenbachbogen vom rechts-links-rechts gar nicht genug bekommen kann, dann wird das 24-Stunden-Rennen zum himmlischen Vergn\u00fcgen.<\/p>\n<p>J\u00f6rg war als Solo Starter beim 24h Rennen auf dem N\u00fcrburgring gemeldet. Und zwar richtig solo! Kein Betreuer, der bei der Strategie dazwischenfunkt, kein Masseur, Physiotherapeut, Radmechaniker oder Teamchef. Hier sein Bericht:<\/p>\n<p><em>Am Wochenende war ich ja nun bei \u201eRad am Ring\u201c als Einzelstarter. 24h Rennen sollen ja s\u00fcchtig machen. Aber bei mir hat die Droge wohl nicht so richtig angeschlagen.<br \/>\nAm Ende war ich auf Platz 131 und AK 53 mit 12 gefahrenen Runden. Mein Tacho zeigte mir 320 km bei 13 Std. Fahrzeit.<br \/>\nEigentlich hatte ich schon nach der 3. Runde keine Lust mehr. Was sich schon an den ersten Muskelproblemen festmachte.<br \/>\nDer N\u00fcrburgring ist wie eine Achterbahn. Die Abfahrten sind richtig schnell. Jedenfalls f\u00fcr so einen lausigen Abfahrer wie ich es bin. Mein Topspeed war 78 km\/h. Bei denen, die in der Fuchsr\u00f6hre richtig schnell waren, habe ich einige mit 85 bis 90 km\/h an der Anzeige gesehen. Man muss an den richtigen Stellen sehr schnell sein, um mit Schwung die kleinen Rampen leicht zu \u00fcberwinden. Das ist auch der Trick f\u00fcr eine schnelle Runde. Klappte bei mir aber nicht so richtig. <\/p>\n<p>In der dritten Runde dann ein Knall am Vorderrad und der Reifen war Platt. Gl\u00fccklicherweise, in einem nicht so schnellen Abschnitt. Ich habe mir eine Blechschraube (wie sie zum befestigen von Autoteilen benutzt wird) in den Reifen gefahren. Auch der Mantel musste am Ende der Runde getauscht werden.<br \/>\nMit dem neuen Mantel ging ich einigerma\u00dfen optimistisch in die n\u00e4chste Runde. Ich war allerdings doch aus dem Rhythmus gekommen. Jetzt wurde es echt schwer!<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sportograf.com\/gallery\/1217_110821_RAR_RR\/1217_MK2_01259.JPG\" alt=\"35hrrn\" \/><br \/>\nDie \u201ehohe Acht\u201c nannte ein Mitfahrer \u201eHeldenkurve\u201c. 17% Steigung auf den letzten Metern zum Scheitelpunkt. Schon in der ersten Runde gab es dort Fahrer, die den Abschnitt zu Fu\u00df zur\u00fcck gelegt hatte. Und wer dort an der Verpflegung essen und trinken wollte, musste sich zudem mit tausenden Wespen auseinandersetzen. <\/p>\n<p>Nach acht Runden hatte ich mich entschlossen, eine kurze Nachtruhe zu machen. Um kurz nach f\u00fcnf bin ich dann wieder aufs Rad und in die aufgehende Sonne gefahren. Dummerweise war es, auf der Strecke, doch nicht so kalt wie gedacht. Also nach der neunten Runde Trikot gewechselt und weiter. Die Runden 10 und 11 liefen ganz gut und ich war eigentlich auf einem guten Weg f\u00fcr 14 Runden. Aber um 10:30 Uhr fing es an zu regnen. Die Fahrbahn war nass und aus meiner Sicht nicht mehr sicher. Was einige Fahrer aber nicht davor zur\u00fcckschreckte, volles Risiko zu fahren. Dabei kam es auch zu Unf\u00e4llen. Ich hatte mich dann (meiner Gesundheit zu liebe) entschlossen nicht mehr weiter zu fahren. <\/p>\n<p>Auf jeden Fall ist Radfahren auf dem N\u00fcrburgring ein echtes Erlebnis. Als Einzelfahrer hat man das Privileg viele Runden auf einer legend\u00e4ren Rennstrecke zu fahren. Wobei jede Runde immer eine echte Herausforderung f\u00fcr mich war. <\/p>\n<p>Vielen Dank f\u00fcr die mentale Unterst\u00fctzung, die ihr mir mit auf den Weg gegeben habt.<\/em><br \/>\n  <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sportograf.com\/gallery\/1217_110821_RAR_RR\/1217_MLU4_01414.JPG\" alt=\"24hrr\" \/> &#8230;&#8230;. <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sportograf.com\/gallery\/1217_110821_RAR_RR\/1217_JM4_01233.JPG\" alt=\"24h RR\" \/>    <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit 2003 findet das 24h-Rennen f\u00fcr Radfahrer in der \u201eGr\u00fcnen H\u00f6lle&#8220; statt. Mehr als 500 H\u00f6henmeter und rund 23 Kilometer hat eine Nordschleifenrunde zu bieten. 72 Kurvenpassagen und bis zu 17% Steigung hinterm Karussell l\u00e4sst die Muskeln brennen. Dort wo rund 3.000 Teilnehmer ihre Zelte aufschlagen, geht die Radrennstrecke mitten durch. 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